Eine Auswahl verschiedener Projekte die wir unterstützen.
Um Klimaschutzprojekte im Zusammenhang mit reisebedingten Treibhausgasemissionen zu unterstützen,
arbeitet schauinsland-reisen mit der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation atmosfair zusammen. Unsere
Kundinnen und Kunden haben die Möglichkeit, die voraussichtlichen Treibhausgasemissionen ihrer Reise mit
dem atmosfair-Rechner zu ermitteln und freiwillig einen finanziellen Klimaschutzbeitrag zu leisten. Mit
Erhalt der Reiseunterlagen werden sie auf dieses Angebot hingewiesen. Die Unterstützung von
Klimaschutzprojekten ersetzt dabei nicht die Vermeidung und Verringerung reisebedingter Emissionen.
Für die nach der atmosfair-Methode berechneten Treibhausgasemissionen aller erfassten dienstlichen
Flugreisen unserer Mitarbeitenden leistet schauinsland-reisen einen entsprechenden Klimaschutzbeitrag an
atmosfair. Nach Angaben der Organisation werden Nutzen und Umsetzung der Projekte jährlich durch
unabhängige Sachverständige geprüft und die ausgewiesenen Emissionsminderungen verifiziert.
Informationen zu den eingesetzten Standards und den einzelnen Projekten stellt atmosfair öffentlich zur
Verfügung.
Die Beiträge werden von atmosfair für Klimaschutzprojekte in Bereichen wie Biogas, Solarenergie und
Wasserkraft eingesetzt. Zu den von uns unterstützten Vorhaben gehört das von atmosfair als laufendes
CDM-Gold-Standard-Projekt geführte Projekt „Effiziente Holzvergaseröfen in Indien“. Nach
Angaben von atmosfair benötigen die eingesetzten Öfen etwa 50 % weniger Brennholz als herkömmliche
Kochstellen.
Berechnen Sie die voraussichtlichen Treibhausgasemissionen Ihrer Reise und erfahren Sie mehr über die
Möglichkeit eines freiwilligen Klimaschutzbeitrags:
Wir sind aktives Mitglied von Futouris e. V., der Nachhaltigkeitsinitiative der deutschsprachigen
Tourismuswirtschaft. Gemeinsam mit ihren Mitgliedern und Partnern setzt die Organisation Projekte in
Urlaubsländern und entlang der touristischen Wertschöpfungskette um. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu
erproben und praxisorientierte Lösungen zu entwickeln. Die daraus entstehenden Leitfäden, Instrumente
und Handlungsempfehlungen werden der Tourismusbranche zur Verfügung gestellt und können Unternehmen bei
der Weiterentwicklung ihrer Prozesse unterstützen.
Die Zusammenarbeit bei Futouris orientiert sich an sechs Leitthemen:
- Klimaschutz fördern
- Biologische Vielfalt erhalten
- Kreislaufwirtschaft fördern
- Reiseangebote nachhaltiger gestalten
- Destinationen nachhaltig entwickeln
- Soziale Verantwortung übernehmen
Aktuelles Projekt: Klimafußabdrücke für Hotels
Das Branchenprojekt „Hotels Go Net Zero“ verfolgt einen umfassenden Ansatz zur Unterstützung von Hotels bei der Messung von CO₂- Emissionen sowie der Entwicklung einer Reduktionsstrategie. Mehr Informationen zum Branchenprojekt „Hotels Go Net Zero“ finden Sie bei
Hotels Go Net Zero - Futouris
Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren folgende Projekte umgesetzt:
Pilotprojekt zur Verringerung von Einwegplastik in drei Hilton Hotels in den VAE
Das von Oktober 2022 bis Dezember 2023 durchgeführte Projekt „Hilton Hotels UAE Go Plastic-Free“
wurde gemeinsam von Futouris, schauinsland-reisen, Travel Without Plastic und drei Pilothotels in den
Vereinigten Arabischen Emiraten umgesetzt. In den Hotels Ras Al Khaimah Beach Resort, DoubleTree by Hilton
Resort & Spa Marjan Island und Hilton Abu Dhabi Yas Island wurden der Verbrauch von
Einwegkunststoffprodukten untersucht, Vermeidungspotenziale identifiziert und mögliche Alternativen erprobt.
Nach Auswertung der Projektpartner führten die umgesetzten Maßnahmen insgesamt zu einer Reduzierung von rund 14
Tonnen Plastik sowie zu berechneten Kosteneinsparungen von mehr als 155.000 Euro.
Die Projektergebnisse bildeten die Grundlage für einen Leitfaden zur Reduzierung von Einwegplastik in Hotels.
Dieser enthält Informationen zu häufig verwendeten Einwegkunststoffprodukten, ihren Umweltauswirkungen und
möglichen Alternativen. Die Inhalte sind nach verschiedenen Betriebsbereichen wie Hotelzimmer, Housekeeping und
Food-and-Beverage-Bereich gegliedert. Zudem werden mögliche ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen sowie
die Vor- und Nachteile der betrachteten Alternativen erläutert. Die in den drei Pilothotels umgesetzten
Maßnahmen sind gekennzeichnet und werden durch dokumentierte Erfahrungen und Ergebnisse ergänzt. Der Leitfaden
kann weitere Hotels dabei unterstützen, ihren Verbrauch von Einwegkunststoffprodukten zu erfassen, Alternativen
zu bewerten und geeignete Maßnahmen für den eigenen Betrieb abzuleiten.
Hilton Hotels UAE go plastic-free - Futouris
Maßnahmen zur Verringerung von Einwegplastik auf den Balearen
Im Rahmen des von 2019 bis 2023 durchgeführten Futouris-Branchenprojekts „Plastikfreier Urlaub“ wurden in mehreren Hotels auf Mallorca und Ibiza Maßnahmen zur Verringerung des Verbrauchs von Einwegkunststoffprodukten entwickelt und erprobt. Zu den umgesetzten Maßnahmen gehörten beispielsweise Wasserspender als Alternative zu Einwegplastikflaschen sowie lokal hergestellte Körperpflegeprodukte in wiederbefüllbaren Spendern.
Signifikante Abfallreduzierung durch Einsparung von über 600.000 Einweg-Plastikartikeln in Hotels - Futouris
Plastikfreier Urlaub, Balearen - Futouris
Speisenangebote im Tourismus: Analyse und Handlungsempfehlungen
Das gemeinsame Futouris-Projekt „Sustainable Food“ untersuchte, welche Bedeutung unterschiedliche Aspekte gastronomischer Angebote für Urlaubsreisende haben und welche Handlungsmöglichkeiten für Tourismusanbieter bestehen. Hierzu wurden verschiedene Bereiche der Gastronomie im Rahmen einer Nachfrage- und Angebotsanalyse betrachtet. Der daraus entstandene Leitfaden unterstützt touristische Anbieter bei der Entwicklung, Umsetzung und Kommunikation entsprechender Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem die Auswahl von Lebensmitteln, die Zusammenarbeit mit lokalen Erzeugerinnen und Erzeugern sowie der Umgang mit Lebensmittelabfällen. Urlaubsgäste können dadurch zusätzliche Informationen über die Herkunft, Herstellung und Besonderheiten landestypischer und regional erzeugter Lebensmittel erhalten.
Sustainable Food - Futouris
Save Wildlife (Okavango Farm Projekt in Botswana)
Das Okavango-Delta in Botswana ist Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten und zugleich Lebensgrundlage
für die umliegenden Gemeinden. Trockene klimatische Bedingungen und die Nähe zu Wildtiergebieten erschweren in
Teilen der Region die landwirtschaftliche Nutzung. Der SAVE Wildlife Conservation Fund hat deshalb das
„Climate-Smart Agriculture“-Programm ins Leben gerufen, das Dorfgemeinschaften beim Obst- und
Gemüseanbau sowie beim Aufbau landwirtschaftlicher Kenntnisse unterstützt.
Mit der Unterstützung von schauinsland-reisen wurde die gemeinschaftlich bewirtschaftete Okavango-Farm in Quqao
im Jahr 2023 von zwei auf vier Hektar erweitert. Zu den umgesetzten Maßnahmen gehörten die Einrichtung eines
Bewässerungssystems, Beschattungsanlagen, eine Fläche zur Anzucht von Setzlingen und ein Arbeitsplatz zur
Verarbeitung der Ernte. Nach Angaben von SAVE waren zunächst 30 Farmerinnen und Farmer in das Projekt
eingebunden. Das angebaute Obst und Gemüse ist für die Versorgung der beteiligten Gemeinden sowie für den
Verkauf überschüssiger Erzeugnisse auf Märkten und an Lodges vorgesehen. Damit soll das Projekt die lokale
Lebensmittelversorgung ergänzen und zusätzliche Einkommensmöglichkeiten schaffen.
schauinsland-reisen ermöglicht 4 Hektar Gemüse und Obst am Okavango DELTA - SAVE Wildlife
PLAN INTERNATIONAL: 100 KINDERPATENSCHAFTEN IN UNSEREN ZIELGEBIETEN
Anlässlich unseres 100-jährigen Jubiläums übernahmen wir 100 Plan-Kinderpatenschaften aus verschiedenen Ländern
unserer Zielgebiete. Die Kinder befinden sich überwiegend im Grundschulalter und werden durch unsere Patenschaft
finanziell unterstützt, um die Schullaufbahn zu meistern und mit entsprechender schulischer Bildung berufliche
Perspektiven zu erhalten. Das Projekt liegt in der Verantwortung unserer Auszubildenden, welche über Briefe im
Austausch mit den Kindern stehen. Plan International: Kinderhilfe weltweit seit 80 Jahren
Plan International: Kinderhilfe weltweit seit 80 Jahren
SOLARPARK FERIENREGION ANTALYA
Unsere Hotels setzen auf Erneuerbare Energien
Bei unseren Hotels Arcanus Trendline Side, Arcanus Sorgun, Wyndham Garden Lara und Ramada Resort by Wyndham Lara wurden Solarstromprojekte umgesetzt. Die erzeugten Strommengen werden nach Angaben der jeweiligen Hotelgesellschaften zur Deckung ihres Strombedarfs genutzt. In welchem Umfang der Strombedarf dadurch gedeckt wird, unterscheidet sich je nach Hotel, Anlage und Betrachtungszeitraum. Die Umsetzung der Projekte wurde maßgeblich von Mahir Ahmetoğlu begleitet. Angaben zur Leistung der Anlagen, zur erzeugten Strommenge und zum jeweiligen Anteil am Stromverbrauch werden im Folgenden für die einzelnen Hotels dargestellt.
4,5* Wyndham Garden Lara und Ramada Resort by Wyndham Lara
Für das Wyndham Garden Lara und das Ramada Resort by Wyndham Lara wurde in Burdur auf einer nach Angaben der Hotelgesellschaft nicht landwirtschaftlich genutzten Fläche ein Solarpark mit einer Leistung von 3,5 MW errichtet. Die Anlage ist seit August 2023 in Betrieb und erzeugte von August 2023 bis Juli 2024 insgesamt 5,8 Millionen kWh Strom. Diese Strommenge entsprach rechnerisch 98 % des gesamten Stromverbrauchs beider Hotels im selben Zeitraum. Nach Berechnungen der Hotelgesellschaften wurden gegenüber dem zugrunde gelegten Vergleichsszenario zwischen der Inbetriebnahme und Juli 2024 rechnerisch 5.721 Tonnen CO₂e vermieden.
5* Arcanus Hotels Sorgun
Für das Arcanus Hotel Sorgun wurde auf einem nach Angaben der Hotelgesellschaft nicht landwirtschaftlich
genutzten, bergigen Gelände in Isparta ein Solarpark mit einer Leistung von 5 MW errichtet. Die Anlage ist
seit Oktober 2023 in Betrieb. Ursprünglich wurde eine jährliche Stromproduktion von 7,7 Millionen kWh
prognostiziert. Nach aktuellen Angaben der Hotelgesellschaft erzeugt die Anlage rund 8,8 Millionen kWh pro Jahr
und damit etwa 15 % mehr als prognostiziert.
Die jährliche Stromproduktion entspricht rechnerisch mehr als dem Doppelten des jährlichen Stromverbrauchs des
Hotels. Dieser Vergleich bezieht sich auf die Jahresbilanz; die tatsächliche Stromversorgung des Hotels hängt zu
den jeweiligen Zeitpunkten von der Solarstromerzeugung und dem Netzbezug ab. Nach Berechnungen der
Hotelgesellschaft wurden gegenüber dem zugrunde gelegten Vergleichsszenario zwischen der Inbetriebnahme und Juli
2024 rechnerisch 6.723 Tonnen CO₂e vermieden.
5* Arcanus Hotels Trendline Side
Für das Arcanus Hotel Trendline Side wurde in Gelendost in der Provinz Isparta ein Solarpark mit einer Leistung
von 1,5 MW errichtet. Die Anlage ist seit Februar 2024 in Betrieb. Da sowohl das Hotel als auch der
Solarpark erst neu in Betrieb genommen wurden, werden die Produktionsmengen und der Stromverbrauch des Hotels
weiterhin erfasst und ausgewertet.
Die ursprüngliche Prognose für die jährliche Stromproduktion lag bei 2.047.000 kWh. Auf Grundlage der bislang
vorliegenden Betriebsdaten schätzt die Hotelgesellschaft die jährliche Produktion derzeit auf etwa 2.500.000
kWh. In welchem Umfang diese Strommenge dem jährlichen Stromverbrauch des Hotels entspricht, kann erst auf Basis
eines vollständigen Betrachtungszeitraums bestimmt werden. Nach Berechnungen der Hotelgesellschaft wurden
gegenüber dem zugrunde gelegten Vergleichsszenario zwischen der Inbetriebnahme und Juli 2024 rechnerisch 1.188
Tonnen CO₂e vermieden.
KATALOGDRUCK
schauinsland-reisen lässt seine Reisekataloge seit vielen Jahren bei Mohn Media in Gütersloh produzieren. Das
Unternehmen verfügt über ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem und ein nach DIN EN
ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Am Produktionsstandort wird zudem Kraft-Wärme-Kopplung
eingesetzt.
Im Jahr 2017 stellte schauinsland-reisen auf ein Papier von Sappi um, dessen Flächengewicht 10 % unter dem
des zuvor verwendeten Papiers liegt. Bezogen auf das damalige Katalogvolumen verringerte sich die eingesetzte
Papiermenge dadurch rechnerisch um etwa 100 Tonnen pro Jahr. Mit dem geringeren Papierbedarf reduzierte sich
zugleich das zu transportierende Gewicht. Für die Kataloge wird nach Unternehmensangaben eine FSC-zertifizierte
Papiervariante verwendet.
Das Papier wird im EMAS-registrierten Kirkniemi-Werk von Sappi in Finnland hergestellt. Im Jahr 2023 stellte das
Werk seine Energieerzeugung weitgehend von Kohle auf biogene Brennstoffe wie Rinde, Sägemehl und
Holzhackschnitzel um. Nach Angaben von Sappi wurden die direkten fossilen Treibhausgasemissionen des Werks
dadurch gegenüber dem vorherigen Anlagenbetrieb um nahezu 90 % beziehungsweise rund 230.000 Tonnen CO₂e pro
Jahr reduziert. Diese Angabe bezieht sich auf die direkten Emissionen des Werks und nicht auf den vollständigen
Lebenszyklus des Papiers oder der Kataloge. Das bei der Produktion entstehende Abwasser wird im Werk mechanisch,
biologisch und chemisch behandelt.